Änderung Mobilfunk-Gesetz

Bundesrat schlägt Gesetz zur Einsprache-Abschaffung vor

Um den Ausbau des Mobilfunknetzes schneller voranzutreiben, will der Bundesrat die Baubewilligungsverfahren beschleunigen. Er schlägt daher ein neues Gesetz vor. Es soll das Recht auf Einsprache gegen (zu hohe) Strahlung vollständig abschaffen!

Die Mobilfunkbetreiberinnen dürfen ohne vorgängige Überprüfung und Bewilligung Strahlung erzeugen oder verstärken und neue Technologien auf Antennen installieren.

NEIN zur Abschaffung des Einsprache-Rechts gegen Mobilfunkstrahlung!

Unterschriftensammlung bis zum 26. März 2026

Wollen Sie unterschreiben, dass das verfassungswidrige Gesetzesvorhaben sofort gestoppt wird?

Wir senden Ihnen gern per Mail oder Post einen Unterschriftenbogen.

Kontakt: info@dieruheinsel.ch oder +41 61 601 43 13

Link zu weiterführenden Erläuterungen

Millimeterwellen-Initiative

Für den Schutz vor schädlicher Strahlung

Zur Sicherheit PRÜFEN

Medikamente werden zuerst getestet – Strahlung nicht!

Gesundheit

Mensch und Umwelt werden vor Millimeterwellenstrahlung geschützt. Mögliche Risiken werden früh erkannt und durch Vorsorgemassnahmen begrenzt.

Forschung

Unabhängige Studien schaffen Klarheit und ermöglichen fundierte Entscheidungen zum Schutz. Genauso wie wir es von der Medikamenten-Zulassung kennen: zuerst prüfen, dann freigeben.

Nachhaltigkeit

Tiere und Pflanzen werden geschützt, um Umwelt und Artenvielfalt zu bewahren und nachhaltige Technologien zu fördern.

Vertrauen

Transparente Prüfverfahren stärken das Vertrauen der Bevölkerung in den verantwortungsvollen Umgang mit Risiken.

Sicherheit

Klare Regeln und hohe Sicherheitsstandards schaffen faire Bedingungen für die Entwicklung neuer Technologien.

Innovation

Verbindliche Prüfungen fördern sichere und wettbewerbsfähige Technologien, die im Einklang mit Mensch und Natur stehen.

Text aus dem Unterschriftenbogen der Initiative

LINK zum Unterschreiben

Sind 5G-Sendemasten vor Wohnhäusern gesundheitlich unbedenklich und zulässig?

Artikel vom 21. November 2025 von Dr. Peter F. Mayer aus tkp, Der Blog für Science & Politik

Immer mehr Studien zeigen, dass Mobilfunkstrahlung negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Schutznahmen sind daher angebracht und unnötige
Gefährdungen durch Funkmasten müssen verhindert werden.

Weltweit ist ein ziemlich rücksichtsloser Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur im Gange, vor allem der Technologie, die für das Internet der Dinge, digitale ID oder gar das „Internet of Bio Nano Things“ (IoBNT) benötigt wird. Die Strahlung in höheren Frequenzbändern ist aber noch schädlicher und das Netz wird noch mehr verdichtet durch weitere Standorte für Sendemasten.

Weiterlesen: zum Artikel

offline

Es scheint schwierig zu sein, das Handy auszuschalten und offline zu sein.

Immer wieder offline zu sein, bringt Ruhe, Rhythmus in Tagesablauf, Zeiten um konzentriert und mit voller Aufmerksamkeit etwas zu tun und eine Pause von der in unmittelbarer Nähe wirkenden Dauerbestrahlung – vieles von dem, was im Alltag als Stress empfunden wird, entfällt!

Offline bedeutet:

  • Flugmodus aktivieren (gilt für ältere Geräte)
  • Ausschalten / Herunterfahren (gilt für neuere Geräte)
  • Ausschalten und in eine verschliessbare Blechbüchse legen (gilt für neue Geräte, da diese auch im ausgeschalteten Zustand Funksignale empfangen und senden)

P.S: Das Gerät auf lautlos zu stellen, ist nicht gleich offline – das Gerät verbinden sich trotzdem mehrmals pro Minute mit dem Mobilfunknetz und sendet dauernd WLAN- und Bluetooth-Signale

Mobilfunk wirkt auf das Gehirn

diagnose:funk informiert unter Überblick für den Durchblick fundiert und ausführlich

Speziell hervorheben möchten wir folgende zwei Studien:


In der Schweiz wurde vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut eine Studie mit 700 Jugendlichen durchgeführt, um abzuklären, wie sich die Strahlung beim Telefonieren auf das Gehirn auswirkt (Förster et al. 2018). Ein Jahr lang wurde die Handynutzung von Zwölf- bis Siebzehnjährigen ausgewertet. Die Studie mit dem Titel „Eine prospektive Kohortenstudie zur Gedächtnisleistung von Jugendlichen und die individuelle Hirndosis der Mikrowellenfelder durch Funkkommunikation“ ergab, dass hochfrequente elektromagnetische Felder von Mobiltelefonen sich nachteilig auf die Entwicklung der Leistung im figuralen Gedächtnis (d. h. die Fähigkeit, visuelle Eindrücke (Bilder, Formen, Muster, Strukturen zu speichern, wiederzuerkennen und zu benennen) auswirken. Wie zu erwarten, wiesen die Vieltelefonierer eine erhöhte Strahlenbelastung im Gehirn auf.

Die spannende Erkenntnis: Je mehr Telefonate, desto schlechter die Leistung im figuralen Gedächtnistest.

Die Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen der Strahlenbelastung in Haushalten und den Auswirkungen auf Säuglinge. Es wurden alle Strahlungsquellen im Haus incl. die Einstrahlung von Mobilfunkmasten erfasst. 105 Neugeborene wurden über ein Jahr in ihrer Entwicklung beobachtet. Besonders interessant: Da Säuglinge nicht selbst telefonieren, macht die Studie Aussagen zu den Auswirkungen der Umgebungsstrahlung. Die Strahlenbelastung betrug im Schnitt 8,66 mW/m2, sie schwankte zwischen 0,62 und 32,36 mW/m2. In den Bereichen „Kommunikation“ und „Grobmotorik“ war der Anteil der behandlungsbedürftigen Kinder (Klassifikation ‘monitor/refer’) mit Entwicklungsverzögerungen bei den stark bestrahlten Säuglingen höher als bei denen mit geringer Belastung, im Bereich „Problemlösung“ war der Unterschied statistisch signifikant. Die Autoren schlussfolgern, „dass höhere Strahlungswerte mit schlechteren Ergebnissen in kognitiven Entwicklungsbereichen wie Problemlösung und persönlichem und sozialem Verhalten assoziiert waren … Daher könnte es notwendig sein, die Überwachung der neurologischen Entwicklung bei Kindern in Betracht zu ziehen, bei denen eine höhere HF-EMF-Strahlung zu erwarten ist (z. B. in unmittelbarer Nähe von Mobilfunkmasten und bei zu vielen elektronischen Geräten im Haushalt).

Leiden Sie unter Symptomen, die mit der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern zusammenhängen?

Nehmen Sie an der Mednis-Studie teil! Die Teilnahme ist nur bis zum 15. September 2025 möglich.

Warum ist das wichtig?

MedNIS, das vom Institut für Hausarztmedizin der Universität Freiburg koordinierte Schweizerisches medizinisches Beratungsnetz für nichtionisierende Strahlung, sucht Teilnehmer und Teilnehmerinnen für eine wissenschaftliche Studie zu elektromagnetischen Feldern und Gesundheit. 

Die Erkenntnisse, die im Rahmen dieser Studie über die elektromagnetische Hypersensibilität gewonnen werden, sollen dazu beitragen, das allgemeine Verständnis zu verbessern und die Qualität der medizinischen Versorgung zu erhöhen.

Die Hauptziele von MedNIS sind:

  1. die Behandlung von Personen mit elektromagnetischer Überempfindlichkeit in der Schweiz zu verbessern, indem ein Netzwerk von Konsiliarärzten und Konsiliarärztinnen geschaffen wird, an die die behandelnden Ärzte ihre Patienten zur fachärztlichen Beratung überweisen können;
  2. die Verbesserung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in diesem Bereich durch die Erhebung von Daten bei Personen mit elektromagnetischer Überempfindlichkeit;
  3. die Verbesserung der Information und des Wissens über elektromagnetische Hypersensibilität bei Ärzten, der Allgemeinbevölkerung und Personen, die an Symptomen im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern leiden.

5G – eine komplett neue Technologie

Die neue Mobilfunktechnologie 5G wird seit 2019 kontinuierlich ausgebaut. Damit verbunden ist das Schaffen des Internets der Dinge. Die Verbindung in das 5G-Netz braucht aufgrund der hoch schwingenden Frequenzen sehr viele Sender, die nahe beieinander stehen. Deswegen werden «Dinge» wie Haushaltsgeräte, Strassenlaternen, Router, etc. mit 5G-Wlan-Sendern ausgestattet.

Die Dichte an Sendern nimmt massiv zu und da diese Sender dauernd (24 Stunden/7 Tage) Signale aussenden, auch dann, wenn sie nicht gebraucht werden, führt dies einerseits zu einem stark steigenden Stromverbrauch und anderseits zu einer massiven Erhöhung der hochfrequenten Strahlung.

Wissen Sie, dass die neue Mobilfunktechnologie 5G Geräte in den Häusern braucht, damit ein flächendeckendes Netz entstehen kann?

Die im Bereich von 3.5 bis 3.8 GHz (1Gigahertz = 109 Hertz = 1 Milliarde Zyklen pro Sekunde!) schwingenden Wellen können aufgrund der geringen Wellenlänge nur schwer Mauern durchdringen. Die von den Mobilfunkmasten ausgesendeten Strahlenbündel benötigen zur Überwindung von grösseren Distanzen im Aussenraum unzählige weitere 5G-Sender, die im sog. Stadtmobiliar (Lampen, Ampeln, etc.) verbaut sind. Zum Durchdringen von Gebäudewänden werden die erwähnten 5G-Wlan-Sender in Haushaltgeräten (Waschmaschine, Kochherd, Kühlschrank, etc.) und in mit Funk betriebenen Geräten der Unterhaltungselektronik, des Bürobedarfs (Router, Drucker, etc.) und natürlich in den Smartphones, Tablets, etc. genutzt.

Neu ist, dass die Strahlenbündel der 5G-Antennen sich sehr schnell über einen definierten Bereich der Landschaft hin und her bewegen und sich mit jedem mit Funk betriebenen Gerät verbinden.

Weitere Infos dazu: https://schutz-vor-strahlung.ch/wissen/mobilfunk/5g/

Massive Strahlungszunahme in kurzer Zeit

Das Schweizer Magazin Gesundheitstipp berichtet:

Die Strahlung hat von 2021 bis 2023 zugenommen. Die Spitzenwerte stiegen demnach im Durchschnitt von 1,5 auf 1,7 Volt pro Meter. Die Autoren der Studie führen die Zunahme der Strahlung «hauptsächlich» auf die 5G-Technik zurück.